Otok/Komletinci
- Es ist wirklich unmöglich, alle Einzelheiten,
die mit unserem Besuch nach Komletinci und die
Orte in der Umgebung zu tun haben, zu beschreiben.
Die angeborene Gastfreundlichkeit und die Sorge
der Gastgeber um jeden einzelnen Besucher erwirkten
bei den Gästen aus Zürich Seufzer
des Glücks und der Zufriedenheit. Als Hajduk
in Otok ankam, zu dieser Gemeinde gehören
auch Komletinci, wurde der Verein vom Bürgermeister
Josip Saric begrüsst. In seiner Ansprache
bedankte er sich bei N.K. Hajduk Zürich
für sein Kommen und wünschte ihm einen
so angenehmen Aufenthalt wie möglich. Er
äusserte den Wunsch nach einer noch stärkeren
Zusammenarbeit und einer tieferen Freundschaft
mit dem N.K.Hajduk und anderen kroatischen Vereinen
im Ausland. Nach einem kurzen Rückblick
auf die Zeit des Kriegs und einem Beschrieb
davon wie es jetzt um die zerstörten Dörfer
steht, wünschte er noch, es mögen
doch so viele Kroaten wie möglich wieder
in die Heimat zurückkehren.
Der Präsident von Hajduk Petar Duvnjak
bedankte sich bei Herr Saric für den herzlichen
Empfang und stellt kurz seinen Verein vor: -Wir
sind nicht ein grosser Club, aber wir haben
eine reiche und helle Tradition. Mehr als die
sportlichen Auszeichnungen schätzen wir,
dass sich in Hajduk und um ihn herum kroatische
Familien und Jugendliche treffen. An
diesem Empfang waren auch fast alle angesehenen
Politiker, wirtschaftliche und kulturelle Arbeiter
der Region, sowie der Bürgermeister der
Gemeinde Nijemci Ivica Klem. Danach legte die
Delegation des N.K. Hajduk Blumen beim Grab
der verstorbenen Piloten Marko Zivkovic, Mirko
Vukusic, Ante Plazibata i Rade Griva nieder.
Das waren die ersten Opfer der kroatischen Luftfahrt
im Krieg. Es wurden auch für die Verstorbenen
der 105. Brigade aus Bjelovar, wie auch bei
den Gräbern aller verstorbenen Soldaten
aus dieser Region Blumen niedergelegt. Nun ist
die Zusammenkunft im Restaurant "Kontra"
bei Ivica Milicevic, einem der Sponsoren einer
solchen Begegnung an der Reihe, Hr. Milicevic
hat selbst im Krieg mitgekämpft und ist
nun Invalid. Nach der verdienten Stärkung,
besichtigte der Gastgeber mit seinen Gästen
aus Zürich die zerstörten Dörfer
Nijemci, Privlaka, Donje Novo Selo, Apsevci,
Lipovac, der N.K. Hajduk konnte sich an Ort
und Stelle ein Bild über die schreckliche
Zerstörung machen. Auch der Grenzübergang
Bajakovo wurde besucht und die gutgelaunten
Grenzsoldaten machten mit den Besuchern einige
Fotos.
Eine Überraschung wartete auf die Besucher
aus der Schweiz bei der zerstörten Kirche
Sv. Katarina in Nijemci. Teologiestudenten aus
Kroatien, Slowenien und BiH, die zu Besuch beim
Bistum von Dakovo waren, sangen einige heimatliebende
Lieder. Das alles ereignete sich vor den Kameras
des TV-Teams aus Vinkovci, das die Automobilkolonne
auch bei der Besichtigung erwähnten Dörfer
begleitete.
In dieser Kirche sagte der Präsident des
N.K. Hajduk Zürich zum Fernsehen von Vinkovci,
er betonte noch einmal die unermessliche Gastfreundlichkeit
der Gastgeber und die grosse Wichtigkeit eines
solchen Zusammenkommens.
Nach dem Spiel "Slavonac" Komletinci
gegen Hajduk Zürich, war auch die dritte
Halbzeit an der Reihe. Wieder im Restaurant
"Kontra", bei der Anwesenheit vieler
Eingeladener, feierte der Club mit den Gastgebern
zusammen ein Fest, bei dem auch die Folklore
nicht vergessen wurde.
Der Präsident vom N.K. Slavonac Marko Saric
begrüsste die Gäste aus Zürich
und erwähnte dabei, dass der Club 1948
gegründet wurde und im nächsten Jahr
das 50jährige Jubiläum haben würde
(Das war 1997, heute sind es nun schon 53 Jahre)
und, dass die kleine Gemeinde Komletinci Kroatien
schon viele berühmte Sportler gegeben hat,
zu welchen auch Martin Novoselac, der heutige
Cheftrainer der jungen kroatischen Nationalmannschaft
gehöre.
Zu diesem Anlass übergab er dem Präsident
von N.K. Hajduk autochtone slawonische Souvenire:
Slawonischen Kulen (=Scharfe Salami), Slawonische
Sljivovica (=Schnaps) und einen besonderen Krug
für die Donation der Erneuerungen der zerstörten
Kirchen in Slawonien.
Der Bürgermeister der Gemeinde Otok, Josip
Saric, übergab Petar Duvnjak ein sehr schönes
Bild des dort heimischen Künstlers Mrkica,
das sicher in den Clubräumen des N.K. Hajduk
einen Platz finden wird.
Doch auch die Gäste kamen nicht mit leeren
Händen, so schenkte der Präsident
dem N.K. Slavonac im Namen des ganzen Clubs
eine Garnitur Trainingsanzüge.
Ein weiteres Geschenk war ein Ball, den V. Markovic
dem Kapitän vom N.K. Slavonac übergab.
Die Reise nach Slawonien wurde von Branko Miljak
organisiert, der selbst aus Komletinici stammt.